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Liebe Chopperfraktion - ich habe es getan !

Nachdem ich nun 3 1/2 Jahre meine Roadstar gefahren habe, bin ich doch auf eine Reiseenduro umgestiegen. Warum werden viele fragen ? Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Sicher war meine Roadstar ein wirklich wunderschönes Bike - aber Schönheit ist ja bekanntlich nicht alles. Das habe ich im Oktober 2011 schmerzlich erfahren müssen. Hatte einen kleinen Unfall - Tempo 25 und bremsen in einer kleinen Pfütze - Vorderrad blockiert - 3 Meter auf dem Asphalt gerutscht. Zum Glück hatte ich nur einige Prellungen und das Bike Kratzer.

Mir wurde klar, daß ich unbedingt etwas machen muß, denn mit ABS wäre das höchstwahrscheinlich nicht passiert. So keimte langsam der Gedanke ein neues Bike zu kaufen. Das Ganze hatte noch andere Hintergünde. Die Wochentouren der letzten 3 Jahre mit den Wörmlitz-Bikern hatten gezeigt, das eine Chopper nicht das geeignete Motorrad ist. Auf längeren Tagesetappen ist die Sitzposition sehr anstrengend und ich war Abends immer ziemlich gerädert. Hinzu kam noch die Tatsache, dass meine Roadstar einer Vergasermaschine war - was das Fahren in den Alpen zu einem ziemlichen Abenteurer werden lies. Durch die falsche Gemischaufbereitung kommt es ständig zu Fehlzündungen und manchmal ging die Maschine auch einfach mal aus. Außerdem macht das Befahren der 180° Keren mit einem Gewicht von 335 kg zzgl. 70 kg Gepäck  nicht so wirklich Spaß. Daher fing ich an mir Gedanken über eine neue Maschine zu machen. Als meine Roadstar im Mai 2011  zur Inspektion war, konnte ich bereits eine Super Tenere 1200 Probe fahren. War ein absolut anderes - super Fahrgefühl. Wollte mit aber auch von anderen Reiseenduros ein Bild machen. So bin ich noch eine Tiger 1050 (eigentlich schon keine Enduro mehr) und eine 1200 GS gefahren. Untern Strich sind alle 3 Maschinen super Bikes. Habe parallel immer entsprechende Testberichte gelesen, was mir meine Entscheidung eher schwerer als leichter machte. Alle Vergleiche und Bewertungen werden offenbar von absoluten Motorrad-Profis verfaßt. Besser ist man da in Biker-Foren aufgehoben, wo "normale" Motorradfahrer  ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Maschinen mitteilen. Zudem ist die gesamte deutsche Fach-Presse mal schlicht gesagt BMW-Lastig. So zählt letztendlich nur der subjektive Eindruck, den ich mir durchs Probefahren geholt habe. Vom Handling und Motor her war die Tiger Nummer 1. Die BMW hat ein super Fahrwerk und die Tenere ist einfach sehr komfortabel. Unter Berücksichtigung des Preises fiel die GS heraus. Tiger und Tenere hatten als Vorführer den gleichen Preis. Dem wohl besten Motor in dieser Klasse bei der Tiger steht bei der Tenere ein Kardan sowie Traktionskontrolle gegenüber. Das gab dann den Ausschlag zu Gunsten der Tenere ! Außerdem sind es bei mir zum nächsten Yamaha-Händler nur 3km und zum Tiger-Händler mal schlappe 40km - ein weiterer Pluspunkt für dei Wahl.
 

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